MOZART im ViolaViva MusikverlagMozart hat die Viola bekanntlich sehr geliebt und sie auch im Quartett mit Vorliebe selbst gespielt. Und wie reichhaltig hat er sie bedacht in seinen Streich- und Klavierquartetten, in den Streichquintetten, im Streichtrio KV563 und in den beiden Duos zusammen mit Violine. Doch weshalb er seine vielen herrlichen Sonaten für Klavier und Violine, jedoch keine einzige Bratschensonate schrieb, bleibt uns ein Geheimnis. Die Gattung „Violasonate" war eben zu seiner Zeit noch nicht „in". So wurden im ViolaViva Musikverlag gleich eine ganze Reihe Mozart’scher Violinsonaten für Violaspieler erreichbar gemacht:
Will die Bratsche bei Mozarts Klaviertrios mitwirken, so steht ihr zunächst natürlich das Kegelstatt-Trio zu. Bei allen anderen Klaviertrios ist sie auf Bearbeitungen angewiesen, indem sie den Cellopart übernimmt. In dieser Besetzung steuert ViolaViva eine Bearbeitung des Klaviertrios KV502 bei, die das Trio von B-Dur nach C-Dur transponiert und dadurch die Viola in die Lage versetzt, viele Cellopassagen und vor allem viele Abschlüsse in (beinahe) originaler Tonlage, also ohne Oktavierung nach oben, zu bestreiten.
Die restlichen Klaviertrios erscheinen 2007 in einem Band in Form einer das Violoncello ersetzenden Violastimme, welche zusammen mit den Klavier- und Violinstimmen der einschlägigen Ausgaben (z.B. Edition Peters, Bärenreiter, G. Henle Verlag u. a.) verwendet werden kann.
Eine von vielen Kammermusikliebhabern wohl schon seit geraumer Zeit erwartete Neuausgabe des Klavierquartetts in Es-Dur krönt das Mozart gewidmete Programm des ViolaViva Musikverlages. Es handelt sich dabei nicht um das Klavierquartett KV493, welches Mozart uns in Original-Klavierquartettgestalt hinterlassen hat, sondern um eine weitgehende Neuübertragung des Quintetts für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott KV452 in die übliche Klavierquartettbesetzung mit Klavier, Violine, Viola und Violoncello. Eine frühere Bearbeitung vom Klavierquintett mit Bläsern zum Klavierquartett mit Streichern stammt noch aus dem Ende des 18. Jahrhunderts vom Mozart-Schüler Franz Jacob Freystädtler, ist jedoch seit Jahrzehnten vergriffen. Da diese Übertragung aus heutiger Sicht manche Mängel zeigt, ist sie bei der Neubearbeitung neben dem Mozart’schen Quintett-Urtext lediglich als Nebenquelle verwendet worden.
|